Qualia

1.1       Das Problem

Eine der ältesten Fragen der Philosophie, die heutzutage noch aktuell und brisant ist, ist die Frage nach dem Verhältnis zwischen Körper und Geist.

Ein Hauptproblem dabei liegt in der sogenannten „epistemischen Asymmetrie“, d.h. dass wir Erkenntnisse und Erfahrungen aus zwei verschiedenen Per-spektiven in Einklang bringen wollen. Nämlich einerseits aus der Sicht von innen, d.h. dem Erleben aus der Erste-Person-Perspektive und andererseits von außen aus der Dritte-Person-Perspektive.[1]

Wir wissen mittlerweile einiges über Gehirnzustände und wie diese sich auswirken können. Doch lässt sich durch die Hirnforschung irgendwann alles erklären? Gibt es für alle Bewusstseinsinhalte entsprechende neuronale Korrelate? Oder existieren Grenzen, die wissenschaftlich niemals über-schritten werden können und wenn ja wo liegen sie?

1.2    Monismus vs. Dualismus

Es gibt verschiedene Möglichkeiten an diese Probleme heranzugehen, man kann eine dualistische oder eine monistische Theorie vertreten.

Wenn man ein dualistisches Menschenbild unterstellt, geht man von zwei voneinander verschiedenen Substanzen aus, einer materiellen und einer immateriellen. Natürlich gibt es die verschiedensten Ausprägungen und Formen des Dualismus. In dieser Arbeit werde ich allerdings nur kurz den Epiphänomenalismus, den Jackson vertrat, darstellen und mich ansonsten lediglich dem Monismus und hier im besonderen dem Physikalismus widmen.

Dies hat folgenden Grund: Mit dem nachfolgend beschriebenen Gedanken-experiment von Frank Jackson soll bewiesen werden, dass der Physikalismus (eine monistische Position) Grenzen hat. Das impliziert allerdings nicht, dass der Dualismus dann richtig sein muss.[2]

Monistische Theorien gehen von lediglich einer Substanz aus, die allem zugrunde liegt. Im Fall des Physikalismus heißt das, dass alles durch die Physik erklärt oder zumindest auf Physisches zurückgeführt werden kann. Dem Physikalismus zufolge können also Seele, Geist oder Bewusstsein auf physikalische Tatsachen zurückgeführt werden. Das heißt es gibt keine nicht-physikalischen Tatsachen.

Da diese Annahme den Intuitionen vieler Menschen widerspricht, gibt es verschiedene Versuche den Physikalismus zu widerlegen. Die meisten Gegenargumente beziehen sich auf das phänomenale Bewusstsein, die sogenannten Qualia.

1.3    Was sind Qualia?

Wir haben spezifische Farbeindrücke, befinden uns in Stimmungen, die sich für uns ganz speziell anfühlen, wir hören Töne und empfinden Wärme oder Kälte auf ganz bestimmte Art und Weise. Diese individuelle Erlebnisqualität, diese Empfindungen, dass sich etwas irgendwie anfühlt, sind die phäno-menalen Eigenschaften unserer mentalen Zustände, unsere Qualia.

Beispiele für Qualia sind etwa die Wahrnehmungserlebnisse durch unsere Sinne, sowie etwa Schmerzerlebnisse oder Emotionen.

Die Diskussion um die Existenz von Qualia ist deshalb so brisant, weil jede physikalistische Theorie durch die Annahme von Qualia an Grenzen stößt.

1.4    Der Epiphänomenalismus

In seinem Argument des unvollständigen Wissens geht Jackson von der dualistischen auf Qualia basierenden Theorie des Epiphänomenalismus aus.

Die Theorie ist eine mögliche Antwort auf das sogenannte Bieri-Trilemma, das durch die Annahme der folgenden drei Sätze entsteht[3]:

  1. Mentale Phänomene sind nicht-physische Phänomene.
  2. Mentale Phänomene sind im Bereich physischer Phänomene kausal wirksam.
  3. Der Bereich physischer Phänomene ist kausal geschlossen. Man sieht schnell, dass sich diese drei Annahmen nicht vereinbaren lassen. Zwei dieser Sätze implizieren jeweils die Falschheit des dritten.

Der Epiphänomenalismus bestreitet den zweiten Satz, d.h. mentale Zustände können durchaus von physikalischen Zuständen verursacht werden, allerdings können umgekehrt mentale Phänomene keinen kausalen Einfluss auf die physikalische Welt haben.

2      Frank Jacksons: „What Mary didn´t know“

Einen mittlerweile vieldiskutierten Beitrag zur Widerlegung physikalistischer Theorien lieferte Frank Jackson mit seinem Gedankenbeispiel über die Superwissenschaftlerin Mary[4]. Dieses Gedankenexperiment wird im deutschen Sprachraum seit einiger Zeit als „Argument des unvollständigen Wissens“ bezeichnet.[5] Jackson will damit veranschaulichen, dass trotz vollständigen physikalischen Wissens, ein bestimmter Aspekt nicht erfasst werden kann – die Qualia.

Das Gedankenexperiment lautet verkürzt so:

Mary lebt seit ihrer Geburt in einem schwarz-weißen Raum, den sie nicht verlassen kann. Die Welt außerhalb ihres Zimmers beobachtet sie mittels eines schwarz-weißen Bildschirms. Im Laufe ihres Lebens hat sie sich alles, was man zu den physikalischen Grundlagen von Farbensehen wissen kann, angesammelt. Sie weiß also alles über Farbwahrnehmung und was damit zusammenhängt, was es darüber physikalisch zu wissen gibt, aber sie hatte selbst noch nie das subjektive Erlebnis des Farbensehens. Verlässt sie nun zum ersten Mal ihr schwarz-weißes Zimmer und sieht die Dinge farbig, so wird sie, laut Jackson, etwas Neues hinzulernen, nämlich wie die Dinge farbig aussehen – wie es sich anfühlt farbig zu sehen. Also, so Jackson, war ihr Wissen über die Farbwahrnehmung bis dahin unvollständig.

Phänomenale Eigenschaften sind demzufolge keine physischen Eigen-schaften und bloß-physikalisches Wissen ist  unvollständig. Somit meinte Jackson den Physikalismus widerlegt zu haben.

Jacksons Argument gegen den Physikalismus lässt sich demzufolge wie folgt aufschlüsseln[6] :

Eine Person kennt alle physikalischen Tatsachen, die man über das Farben-sehen wissen kann, ohne selbst Farben sehen zu können.

Die Person lernt aber etwas Neues beim ersten Anschauen z.B. einer roten Rose.

à Die Person lernt eine neue Tatsache.

à Die Person kannte in der schwarz-weiß Isolation nicht alle Tatsachen, die es über das Farbensehen zu wissen gibt.

à Es gibt Tatsachen, die keine physikalischen Tatsachen sind

à Es gibt nicht-physikalische Tatsachen

à Der Physikalismus ist falsch.

3      Argumente gegen Jacksons Gedankenexperiment

Nun kann man bereits die Möglichkeit dieses Gedankenexperiments in Frage stellen. Man könnte sich fragen, wie ein Mensch in einer schwarz-weißen Umgebung aufwachsen kann; wie man ihn dazu bringt, sich nie zu verletzen oder niemals sein eigenes Spiegelbild zu sehen. Wie  könne ein Mensch überhaupt alles physikalische Wissen über Farben in sich aufnehmen?

Diese Diskussion werde ich in dieser Arbeit nicht weiter ausführen, sondern die Voraussetzungen des Gedankenexperimentes als gegeben voraussetzen. Es ist ja schließlich auch nur ein Gedankenexperiment, das der Veran-schaulichung dienen soll.

Aber selbst wenn man sich auf das Gedankenexperiment einlässt, ergeben sich mehrere Kritikpunkte an Jacksons Argumentation.

Ein Haupteinwand liegt im Bestreiten der Konklusion 3 in der oben ange-führten Aufschlüsselung des Arguments. Es wird abgestritten, dass Mary eine neue Tatsache lernt. Hier möchte ich auf die Argumente von David Lewis und Paul Churchland eingehen:

David Lewis behauptet, dass Mary keine neue Tatsache lernt, sondern lediglich eine neue Fähigkeit und verweist auf den Unterschied zwischen „Wissen wie“ und „Wissen dass“.

Paul Churchland bestreitet ebenfalls, dass Mary eine neue Tatsache lernt. Laut Churchland erwirbt Mary nach Verlassen des schwarz-weißen Raums einen neuen Zugang zu einer ihr bereits bekannten Tatsache. Er geht dabei auf den Unterschied zwischen „knowledge by description“ (Wissen durch Beschreibung) und „knowledge by acquaintance“ (Wissen durch Bekanntschaft) ein.

Als drittes stelle ich Daniel Dennetts Kritikpunkt vor. Dennett bestreitet, dass Mary überhaupt etwas Neues hinzulernen würde.

Dies ist natürlich nur ein winziger Ausschnitt aus der Flut an Gegen-argumenten, die Frank Jacksons Gedankenexperiment hervorgebracht hat, es sind aber Argumente die einem so oder in etwas abgeänderter Form in nahezu sämtlicher Literatur zu dem Thema über den Weg laufen und ihrerseits auch wieder kritisiert wurden, worauf ich im viertenTeil eingehe.

3.1    David Lewis und die Fähigkeitshypothese

Lewis bestreitet nicht, dass Mary einen epistemischen Fortschritt macht, wenn sie den schwarz-weiß Raum verlässt und zum ersten Mal Farben sieht. Doch worin besteht dieser Fortschritt, wenn nicht im  Erwerb von Tatsachenwissen?

Für Lewis liegt dieser epistemische Fortschritt in der Aneignung einer neuen Fähigkeit, d.h. Mary erwirbt kein „Wissen-dass“, sondern ein „Wissen-wie“. Phänomenales Wissen ist laut Lewis also gleichzusetzen mit dem Besitz bestimmter Fähigkeiten.

Um den Physikalismus zu verteidigen und Jacksons Argument unglaubwürdig zu machen, geht Lewis in seinem Aufsatz „Was die Erfahrung lehrt“ folgendermaßen vor[7]:

Zuerst stellt Lewis einige Überlegungen dar, die uns an der Korrektheit von Jacksons Argument zweifeln lassen sollen. Um diese zu verstehen, sei zunächst etwas dazu gesagt, wie Lewis Information definiert: Es wird davon ausgegangen, dass wir durch den Erwerb von Information, verschieden alternative Möglichkeiten ausschließen können, wie die Welt sein könnte.

Angewendet auf das Mary-Gedankenexperiment heißt das jedoch, da Mary von vorneherein keine alternativen Möglichkeiten hat, dass dieser Begriff von Information hier nicht greift. Mary also etwas anderes hinzugewinnt als eine neue Information, d.h. es gibt keine phänomenale Information.

Eine weitere Eigenartigkeit bei Jacksons Argument ist für Lewis, dass es auf den Epiphänomenalismus hinausläuft. Das widerlegt das Argument zwar nicht, allerdings findet Lewis das „….sehr merkwürdig und (es) widerspricht dem gesunden Menschenverstand.“[8]

Die Unverträglichkeit des Gedankenexperiments mit dem Epiphäno-menalismus geht sogar noch weiter. Jackson selbst sieht dies später sogar ein. Dass Mary ihr Erstaunen über den Farbeindruck zeigt, kann für den Epiphänomenalismus nie heißen, dass phänomenale Erscheinungen in die physikalische Welt wirken. Doch wo liegt dann der Beweis des Arguments?

Damit wir nicht den den Intuitionen zuwiderlaufenden Epiphänomenalismus annehmen müssen, gibt Lewis nun eine alternative Hypothese an: die Fähig-keitshypothese:

„Die Fähigkeitshypothese besagt, dass das Wissen, wie eine Erfahrung ist, einfach im Besitz dieses Vermögens besteht sich an etwas zu erinnern, sich etwas vorzustellen oder etwas wiederzuerkennen. (…) Es ist kein Wissen-dass. Es ist ein Wissen-wie. Daher ist es nicht verwunderlich, dass kein Unterricht erklären kann, wie eine Erfahrung ist. Unterricht vermittelt Information, eine Fähigkeit ist etwas anderes.“[9]

3.2    Paul Churchlands neuer Zugang

Ähnlich funktioniert die Erwiderung, wenn man statt einer neuen Fähigkeit einen neuen Zugang annimmt. In diesem Fall würde man zum Beispiel argumentieren, dass die Tatsache eines Gegenstandes die gleiche sei, egal ob man ihn ertastet, sieht oder hört, es ist alles bloß eine neue Perspektive derselben Tatsache.

Mit dieser Hypothese kann man dem Physikalismus nicht mehr vorwerfen, dass er bestimmte Tatsachen überhaupt nicht beachtet. Es gibt lediglich unterschiedliche Arten des Gegebenseins von Tatsachen.

Somit wäre der Physikalismus durch das Mary-Gedankenexperiment nicht widerlegt.

Churchland wirft Jackson einen Fehlschluss vor. Für ihn lässt sich das Mary-Argument folgendermaßen beschreiben[10]:

–      Mary weiß alles über Gehirnzustände und ihre Eigenschaften.

–      Es ist nicht der Fall, dass Mary alles über Empfindungen und ihre Eigenschaften weiß.

–      Also können Empfindungen und ihre Eigenschaften nicht mit Gehirnzuständen und ihren Eigenschaften identisch sein.

Der Fehlschluss wird nun darauf zurückgeführt, dass von dem Leibnizschen Indiszernibilienprinzip Gebrauch gemacht wird, das aber nur für extensionale Prädikate gilt. „Wissen“ ist aber ein intentionales Prädikat.[11]

Für intentionale Prädikate gilt das Leibniz-Prinzip nicht, wie an folgendem Beispiel deutlich wird:

Tina weiß, dass Wasser nass ist.

Tina weiß nicht, dass H2O nass ist.

Daher kann Wasser nicht mit H2O identisch sein.

Da das Mary-Gedankenexperiment auf diesem Fehlschluss beruht, ist für Churchland der Physikalismus durch Jackson also keineswegs widerlegt worden.

3.3     Daniel C. Dennett – Was weiß Mary überhaupt?

Dennett argumentiert anders als Lewis oder Churchland, er behauptet, dass wir uns gar nicht vorstellen könnten, wie es sei alles zu wissen.

Jackson baue seine Prämissen so auf, dass sie auf den ersten Blick einleuchtend erscheinen, denn natürlich können wir uns vorstellen, über sehr sehr viel physikalisches Wissen zu verfügen. Aber können wir uns tatsächlich vorstellen alles zu wissen? Dennett bezweifelt dies. Folglich wissen wir auch nicht, ob wir etwas nicht wissen würden. Daher bezeichnet er Jacksons Gedankenexperiment als „intention pump“.

So ist es beispielsweise möglich, dass Mary durch das genaue Studium des Einflusses der Lichtwellen auf die Netzhaut und ihre Realisierung in den neuronalen Strukturen des Gehirns, den Eindruck vorempfinden kann, den die Farbe auf sie ausüben würde. Da wir nicht wissen, was man alles physikalisch wissen kann, können wir eben auch nicht sagen, was man nicht wissen kann.[12]

4      Kritik an der Kritik

4.1    Zu Lewis

Lewis´ Versuch Jackson zu widerlegen wurde von verschiedenen Seiten wiederum angegriffen.

Es wurde argumentiert, dass phänomenales Wissen nicht mit Fähigkeiten, wie Lewis es sieht, gleichzusetzen ist. Der Besitz dieser Fähigkeiten sei nämlich weder notwendig noch hinreichend für phänomenales Wissen, d.h. der Besitz dieser Fähigkeiten ist weder die Bedingung für phänomenales Wissen, noch bringt er es grundsätzlich mit sich.[13]

Ein weiterer wichtiger Einwand gegen Lewis´ Fähigkeitshypothese ist der, dass diese Fähigkeiten anscheinend immer mit phänomenalem Wissen einhergehen, obgleich sie nicht damit identifiziert werden können. Phäno-menales Wissen wäre somit also doch propositionales Wissen. Durch phänomenales Wissen sei es uns überhaupt erst möglich Erlebnisse wiederzuerkennen, sie uns vorzustellen und uns daran zu erinnern, wie an folgendem Beispiel deutlich wird:

„ Wenn man beispielsweise das propositionale Wissen erwirbt, daß Ned Block an der Universität New York lehrt, erwirbt man damit Fähigkeiten, die man vorher nicht besaß, z.B. ihm E-Mails schreiben oder ihn anrufen zu können. Wenn man ihn schließlich besucht, vor seinem Büro steht und eine Über-zeugung erwirbt, die man mit „Dies ist Ned Blocks Büro“ ausdrücken würde, kann man sich zwar hinterher u.a. auch an Ned Blocks Büro erinnern, es sich vorstellen und es wieder erkennen, aber es wäre völlig verfehlt, das neu erworbene Wissen mit diesen Fähigkeiten zu identifizieren, da man sie überhaupt erst dadurch erlangt hat, daß man neues propositionales Wissen erworben hat.“[14]

4.2     Zu Churchland

Thomas Zoglauer verteidigt Jackson gegen Churchlands Argumentation indem er einwendet, dass der vorgeworfene Fehlschluss beim Mary-Argument gar nicht verwendet wird. Jackson wolle lediglich verdeutlichen, dass von physikalischem Wissen nicht auf phänomenales Wissen geschlossen werden kann.[15] Churchlands Argument wird sogar umgekehrt und zwar zu Jacksons Gunsten.

Gerade weil es verschiedene Bedeutungen von „wissen“ gibt, kann man von physikalischem Wissen niemals auf phänomenales Wissen schließen. Also

sind phänomenale Zustände zumindest epistemisch nicht auf physikalische reduzierbar.

Dies veranschaulicht Zoglauer durch Churchlands eigene Beweisstruktur:

Wenn jemand weiß, was Aspirin ist, heißt das noch lange nicht, dass er weiß, was Acetylsalicylsäure ist.

„Sobald man einmal zugibt, dass man von der physikalischen Repräsentation einer Tatsache nicht auf ihre phänomenale Repräsentation schließen kann, wird damit einem epistemischen Reduktionismus bereits ein Riegel vorgeschoben.“[16]

Über eine ontologische Identität von Körper und Geist kann man zwar nichts aussagen, aber selbst wenn man von dieser ausgeht kann man von physikalischem Wissen nicht auf phänomenales Wissen schließen.

4.3     Zu Dennett

Man kann Dennetts Argumentation mit verschiedenen Überlegungen hinterfragen. Zum Beispiel, ob die Hypothese, dass Mary sich aufgrund ihres Wissens bereits Farben vorstellen kann, wirklich gegen die Existenz von Qualia spricht. Oder ob die Tatsache, dass Mary auch auf andere Weise zu einem Roteindruck kommen kann, als durch die direkte Konfrontation mit etwas rotem die Existenz von Qualia wirklich ausschließt.

Qualia werden bei diesem Argument über ihre Entstehung definiert, nicht über ihre Art und Weise. Wenn man diese Theorie weiterführt, würde sich daraus ergeben, dass die Existenz von Qualia verneint werden muss, wenn es gelingt, sie künstlich zu erzeugen. Allerdings ist nirgendwo in der Definition von Qualia festgelegt, dass diese nur durch äußere Objekte hervorgerufen werden dürfen. Würde es Mary gelingen, sich den Eindruck der Röte schon in ihrer schwarz-weißen Umwelt zu verschaffen, so könnte man auch einfach sagen, dass es Mary in diesem Fall gelungen ist, Qualia künstlich zu erzeugen.


[1] Vgl. Metzinger 2005: 253.

[2] Vgl. Teichert 2006: 134.

[3] Vgl. Bieri 2007: 5.

[4] Vgl. Jackson 1986.

[5] Vgl. Metzinger 2005.

[6] Vgl. Beckermann 2001: 390f.

[7] Vgl. Lewis 2007.

[8] Lewis 2007: 81.

[9] Lewis 2007: 84.

[10] Churchland 1985: 23.

[11] Vgl. Zoglauer 1998: 173.

[12] Vgl. Dennett 2002.

[13] Vgl. Heckmann&Walter 2001.

[14] Heckmann&Walter 2001: 120.

[15] Vgl. Zoglauer 1998.

[16] Zoglauer 1998: 175.

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